Die Universitäten wurden seitens der Bundesregierung vor vollendete Tatsachen gestellt. Die Ärztekammern reagieren gemeinsam darauf: Was ohne Vorwarnung kommuniziert wurde, ist kein universitäres Problem – es ist ein gesundheitspolitisches.
„Die geplanten Einsparungen treffen nicht nur Forschung und Lehre, sondern unmittelbar die medizinische Versorgung der Bevölkerung. Einrichtungen wie das AKH Wien tragen einen wesentlichen Teil der Gesundheitsversorgung in der Bundeshauptstadt und übernehmen insbesondere hochkomplexe Fälle. Die Budgetkürzungen bedrohen also die seit Jahrzehnten aufgebaute Spitzenmedizin in Wien ebenso wie die Versorgung der Patientinnen und Patienten.“
OMR Dr. Johannes Steinhart, Präsident der Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien
„Wer heute die Ausbildungsplätze kürzt, hat morgen keine Ärzte. Das ist keine Warnung – das ist Mathematik.“
Dr. Michael Sacherer, Präsident der Ärztekammer für Steiermark
„Eine Schwächung der universitären Strukturen lässt gerade in Westösterreich massive Einschränkungen in der Ärzt:innenausbildung und Patient:innenversorgung befürchten.“
Dr. Stefan Kastner, Präsident der Ärztekammer für Tirol
Die Ärztekammern erkennen die budgetpolitische Notwendigkeit zu sparen an. Klar ist aber, dass Universitätsmedizin keine reine Budgetposition ist, sondern Daseinsvorsorge. Einsparungspotenziale müssen zu Ende gedacht sein und dürfen nicht dort ansetzen, wo sie direkt die Patientinnen und Patienten treffen.