Kassenplanstellen

Sonderausschreibung im Rahmen der +100 Kassenplanstellen vom 12.02.2024

Von der Österreichischen Gesundheitskasse (in Vollmacht auch der Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter, Eisenbahnen und Bergbau sowie der Sozialversicherungsanstalt der Selbständigen) werden gemäß den Bestimmungen des Gesundheitsreformmaßnahmen-Finanzierungsgesetzes (GesRefFinG), BGBl I 152/2023, in Verbindung mit der Verordnung über die Verteilung der entsprechenden ärztlichen Vertragsstellen, BGBl II 425/2023, und den zwischen Ärztekammer für Tirol und der Österreichischen Gesundheitskasse vereinbarten Richtlinien über die Auswahl von Vertragsärzten folgende Kassenvertragsarztstellen ausgeschrieben:

Es wird darauf hingewiesen, dass es sich hierbei um keine Kassenplanstellen des zwischen der Österreichischen Gesundheitskasse und der Ärztekammer für Tirol vereinbarten Stellenplans handelt und die Verteilung des Startbonus keiner gesamtvertraglichen Regelung unterliegt. Die Schaffung und Verortung der Stellen sowie die Verteilung des Startbonus erfolgt ohne Einbeziehung der Ärztekammer für Tirol.

Allgemeinmedizin

1 x Götzens zum 01.04.2024 (ÖGK, BVAEB, SVS)

Für die Besetzung dieser Stelle wird gemäß § 2 GesRefFinG ein Startbonus in Höhe von EUR 100.000,00 gewährt. Voraussetzung dafür ist der Abschluss von kurativen Einzelverträgen mit allen drei oa Krankenversicherungsträgern bis spätestens 31.12.2024 sowie ein Kündigungsverzicht für fünf Jahre ab Vertragsabschluss. Ärzten, die sich bereits in einem kurativen Einzelvertragsverhältnis mit einem Krankenversicherungsträger befinden, kann kein Startbonus gewährt werden. Wird nach Gewährung des Startbonus ein Einzelvertrag vor Ablauf der fünf Jahre gekündigt, so ist der Startbonus abhängig von der Laufzeit des Vertragsverhältnisses aliquot zurückzuzahlen. Des Weiteren gelten für die Gewährung und Rückforderung des Startbonus sämtliche Bestimmungen des GesRefFinG sowie der Einheitlichen Vorgaben des Dachverbandes der Sozialversicherungsträger zur Förderung von Vertragsarztstellen – Startbonus, kundgemacht im RIS unter avsv Nr. 10/2024.

 

Psychiatrie/Psychiatrie und Neurologie/Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin

1 x Innsbruck zum 01.04.2024 (ÖGK, BVAEB, SVS)

 

Die Berufung als Vertragsarzt/Vertragsärztin erfolgt nach Abschluss eines Einzelvertrages. Die Honorierung des in Vertrag genommenen Arztes/genommener Ärztin erfolgt nach den Honorarordnungen zum Gesamtvertrag der einzelnen Sozialversicherungsträger. Bewerber/Bewerberinnen haben ihre Gesuche, belegt mit nachstehend angeführten Unterlagen, bis spätestens 04.03.2024 in einem geschlossenen Kuvert, gekennzeichnet als Kassenstellenbewerbung, bei der Ärztekammer Tirol einzureichen.

 

Die Ärztekammer für Tirol unterstützt Sie gerne bei Ihrer Bewerbung. Vereinbaren Sie bitte vorab einen Beratungstermin!

 

Zwingende Bewerbungsunterlagen:

a) Schriftliche Bewerbung unter Verwendung des Bewerbungsformulars der Ärztekammer für Tirol (Formular als Download);

b) Geburtsurkunde;

c) ausführlicher Lebenslauf;

d) Nachweis der Staatsbürgerschaft des EWR oder der Schweiz;

e) Nachweis des Abschlusses des Medizinstudiums (zB Promotionsurkunde);

f) Nachweis der Berechtigung zur selbständigen Ausübung des ärztlichen Berufes in Österreich im Rahmen der ausgeschriebenen Fachrichtung (zB Diplom zum Arzt für Allgemeinmedizin, Facharztdiplom);

g) verbindliche schriftliche Erklärung, dass ab dem Zeitpunkt der Eröffnung der Kassenpraxis keine andere hauptberufliche Tätigkeit (siehe Abschnitt IV Zif 6 lit f) ausgeübt wird bzw. dass diese bei Zuerkennung des ausgeschriebenen § 2-Einzelvertrages spätestens mit Beginn der vertragsärztlichen Tätigkeit gekündigt ist (Formular als Download)

h) Für den Fall, dass der Bewerber noch nicht in die Ärzteliste der Österreichischen Ärztekammer eingetragen ist:

ha) Nachweis der gesundheitlichen Eignung durch ein ärztliches Zeugnis

hb) Nachweis der Vertrauenswürdigkeit durch eine Strafregisterbescheinigung oder eine vergleichbare Bescheinigung, in der keine Verurteilung aufscheint, die eine verlässliche Berufsausübung nicht erwarten lässt.

Staatsangehörige der übrigen Vertragsparteien des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum oder der Schweiz können den Nachweis der Vertrauenswürdigkeit und der gesundheitlichen Eignung auch durch eine von den zuständigen Behörden des Heimat- oder Herkunftsstaates ausgestellte entsprechende Bescheinigung (§ 27 Abs. 3 und 4 ÄrzteG. 1998) erbringen.

Die unter ha) und hb) genannten Urkunden dürfen nicht älter als 3 Monate sein.

i) Erklärung über das Nichtbestehen justizstrafrechtlicher, disziplinarrechtlicher, verwaltungsstrafrechtlicher Vorerhebungen oder Verurteilungen oder zivilgerichtlicher Verfahren wegen eines schuldhaften Verhaltens im Zusammenhang mit der Ausübung des ärztlichen Berufes (Formular als Download).

Fakultative Bewerbungsunterlagen (falls für die Punkteberechnung erforderlich):

  1. Bestätigung von Zeiten als angestellter Arzt im Fachgebiet der ausgeschriebenen Stelle nach Erlangung der Berechtigung zur selbständigen Berufsausübung in diesem Fachgebiet (Bestätigung des Dienstgebers und Bestätigung der Eintragung als angestellter Arzt bei der jeweiligen Standes- bzw. Interessensvertretung);
  2. Bestätigung der zuständigen Standes- bzw. Interessensvertretung über Zeiten der Niederlassung;
  3. Bestätigung der zuständigen Standes- bzw. Interessensvertretung über Praxisvertretungen eines Vertragsarztes einer Gebietskrankenkasse;
  4. Bestätigung von Zeiten der Notarzttätigkeit im organisierten Notarztsystem durch einen Dienst- oder Werkvertrag;
  5. Bestätigung der zuständigen Standes- bzw. Interessensvertretung über Teilnahme am kassenärztlich organisierten Bereitschaftsdienst;
  6. Bestätigung von Zeiten in einer Lehrpraxis (formal richtiges Ausbildungszeugnis);
  7. Diplome oder Zertifikate, verliehen oder anerkannt von der ÖÄK;
  8. Zertifikat über absolvierten Sprengelarztkurs im Bundesland Tirol;
  9. Formal richtiges Ausbildungszeugnis über zusätzlich absolvierte anrechenbare Ausbildungszeiten zum Facharzt oder Facharztdiplom bei Bewerbung um einen § 2-Einzelvertrag für Allgemeinmedizin;
  10. Nachweis der Eintragung in die fachspezifische Bewerberliste der Ärztekammer für Tirol, sofern auf die Bewerbung nicht die Übergangsbestimmung gemäß VI, Punkt 3 A) anzuwenden ist;
  11. Nachweis erfolgloser Bewerbungen;
  12. Nachweis des abgeleisteten Präsenz-, Ausbildungs- oder Zivildienstes, Mutterschutzzeiten, Karenzzeiten, Zeiten des Bezuges von Kinderbetreuungsgeld oder gleichartiger Leistungen;
  13. Geburtsurkunde(n) des(r) Kindes(r) und Nachweis der Sorgepflicht (zB Familienbeihilfenbescheinigung, gerichtlicher Unterhaltsbeschluss).

Sämtliche Bewerbungen müssen innerhalb der Einreichfrist schriftlich in einem geschlossenen Kuvert, gekennzeichnet als Kassenstellenbewerbung, bei der Ärztekammer für Tirol eingereicht werden, da nur schriftliche Unterlagen bei der Beschlussfassung durch die zuständigen Gremien berücksichtigt werden können. Als Einreichdatum gilt das Datum des Postaufgabestempels oder bei persönlicher Abgabe der Eingangsstempel der Ärztekammer für Tirol. Urkunden sind im Original oder in notariell oder gerichtlich beglaubigter Abschrift beizubringen. Für Urkunden, die nicht in deutscher Sprache verfasst sind, ist eine beglaubigte Übersetzung beizuschließen. Für die Punkteberechnung werden nur die im Bewerbungsformular enthaltenen Angaben herangezogen, sofern diese richtig sind und entsprechend nachgewiesen wurden. Eine Ergänzung fehlender Angaben durch die Ärztekammer für Tirol oder die Tiroler Gebietskrankenkasse ist unzulässig.

 

Bei Bewerbungen um mehrere, gleichzeitig auf der Homepage der Ärztekammer für Tirol ausgeschriebene § 2-Einzelverträge sind verbindlich für die ausgeschriebenen Stellen die Prioritäten anzugeben. Gibt der Bewerber keine Prioritäten bekannt, werden diese ersatzweise mit der Reihenfolge der auf der Homepage der Ärztekammer ausgeschriebenen § 2-Einzelverträge festgelegt. Ein Bewerber kann nur für eine Stelle erstgereiht werden.

 

Wird der vorgeschriebene Praxiseröffnungstermin um mehr als 14 Tage überschritten, kann die ausgeschriebene Kassenplanstelle nach den gesamtvertraglich vereinbarten Reihungsrichtlinien, Punkt V Z. 4, entweder neuerlich zur Ausschreibung gelangen, einvernehmlich dem nächstgereihten Bewerber zugesprochen oder in begründeten Fällen einer Fristverlängerung der Kassenpraxiseröffnung zugestimmt werden.

Reihungsrichtlinien für Ärzte für Allgemeinmedizin und Fachärzte

Die aktuelle Version der Richtlinien steht als Download zur Verfügung.

 

Warteliste

Seit Inkrafttreten der neuen Reihungsrichtlinien (13.2.2004 für Ärzte für Allgemeinmedizin und Fachärzte) über die Auswahl der Vertragsärzte (§ 2-Kassen) führt die Ärztekammer für Tirol Bewerberlisten für Ärzte für Allgemeinmedizin und für Fachärzte des jeweiligen Sonderfaches. Voraussetzung für die Eintragung in die Bewerberliste ist die Berechtigung zur selbständigen Berufsausübung als Arzt für Allgemeinmedizin oder Facharzt. Die Eintragung in die fachspezifische Bewerberliste erfolgt über Antrag des Bewerbers, wobei als Zeitpunkt der Eintragung das Datum des Einlangens des Antrages bei der Ärztekammer für Tirol gilt. Bei der Ärztekammer für Tirol liegt ein entsprechendes Antragsformular auf. Die Angaben sind durch Geburtsurkunde, Staatsbürgerschaftsnachweis und den entsprechenden Nachweis der Berechtigung zur selbständigen Ausübung des ärztlichen Berufes in Österreich im Rahmen der ausgeschriebenen Fachrichtung (z.B. Diplom zum Arzt für Allgemeinmedizin, Facharztdiplom) zu belegen (Originale oder beglaubigte Kopien; bei Ärzten, die in der Ärztekammer für Tirol geführt sind, reichen unbeglaubigte Kopien). Eine gültige Bewerbung um eine ausgeschriebene Stelle (nach Inkrafttreten dieser Richtlinien) gilt auch als Antrag um Aufnahme in die Bewerberliste.

 

Übergangsfrist

Für Ärzte, die vor dem Inkrafttreten dieser Richtlinien (13.2.2004 für ALL und FÄ) bereits im Fachgebiet der ausgeschriebenen Stelle in die Ärzteliste eingetragen waren, gilt als Zeitpunkt der ersten Eintragung die Verleihung des Diploms als Facharzt (entsprechend dem angestrebten Fachgebiet in der Niederlassung) oder als Arzt für Allgemeinmedizin. Ärzte, die in diese Übergangsfrist fallen, werden nicht in die Wartelisten eingetragen. Sie erhalten die Punkte automatisch im Falle einer Bewerbung.

 

Bewertung der Wartezeit im Punkteschema

Vom Zeitpunkt der ersten Eintragung in die fachspezifische Bewerberliste bis zum Stichtag der jeweiligen Stellenbewerbung: 1 p.a. max. 4 Punkte