Österreichische Ärztekammer: 32 Jahre Einsatz für den Facharzt für Allgemeinmedizin von Erfolg gekrönt

29.02.2024

ÖÄK und Österreichische Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin zeigen sich höchst erfreut über den gestrigen einstimmigen Beschluss im Nationalrat.

Nach langem Ringen wurde gestern im Nationalrat einstimmig die Einführung des Facharztes für Allgemeinmedizin und Familienmedizin beschlossen. „Damit wird eine lange Forderung der Österreichischen Ärztekammer nun umgesetzt. Das ist ein höchst erfreulicher Schritt zur Absicherung der medizinischen Versorgung für die Zukunft“, sagt ÖÄK-Präsident Johannes Steinhart.

„1992 haben wir auf dem Ärztekammertag in Schruns den Beschluss zum Facharzt für Allgemeinmedizin gefasst – ich freue mich sehr, dass ich auch die Umsetzung nach 32 Jahren nun in aktiver Position mitbegleiten kann“, kommentierte Edgar Wutscher, ÖÄK-Vizepräsident und Bundeskurienobmann der niedergelassenen Ärzte, den nunmehr erfolgten Beschluss im Nationalrat, der nun die Arbeit von über drei Jahrzehnten kröne. „Dieser lange und harte Kampf, den Artur Wechselberger und ich in vorderster Linie mit immensem Einsatz und ganzer Leidenschaft geführt haben, bedeutet nun endlich die lange ersehnte und verdiente Aufwertung der Allgemeinmedizin. Ich bin überzeugt, dass dieser Schritt nachhaltig dafür sorgen wird, dass mehr junge Ärztinnen und Ärzte ihr Glück im wunderschönen Tätigkeitsfeld der Allgemeinmedizin finden werden und sich auch dadurch die ärztliche Versorgung mittelfristig bessern wird“, so Wutscher.

Zufrieden zeigte sich auch Susanne Rabady, Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Allgemein- und Familienmedizin (ÖGAM): „Wir sind froh und erleichtert, dass nun endlich die Anerkennung der Allgemein- und Familienmedizin als spezifisches Fach mit speziellen Aufgaben, Fähigkeiten und Möglichkeiten erfolgt ist. Nun ist das Tor zu einer angemessenen fachspezifischen Ausbildung geöffnet, und die Voraussetzung geschaffen, dass die hausärztliche Primärversorgung ihre Rolle als tragende Säule im Gesundheitssystem auch in Zukunft optimal erfüllen kann."

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