Polizeiamtsärztin/Polizeiamtsarzt

nach Vereinbarung (Wien)

Voraussetzungen

Grundvoraussetzung zur Aufnahme in den polizeiärztlichen Dienst ist ein Medizinstudium mit abgeschlossener Ausbildung zum Allgemeinmediziner und/oder Facharzt, ein gültiges Notarztdiplom, die österreichische Staatsbürgerschaft, die volle Handlungsfähigkeit, eine polizeiamtsärztlich festgestellte gesundheitliche Eignung sowie der Besitz der Lenkberechtigung für die Klasse B.

Allgemeinmediziner und Fachärzte mit ius practicandi können sich bei Interesse gerne bewerben. Die Entlohnung erfolgt unter Zugrundelegung eines abzuschließenden Sondervertrages für den polizeiärztlichen Dienst. Bestehen Vordienstzeiten aus dem öffentlichen Dienst, werden diese in ein fixes Gehaltsstufenschema miteingerechnet.

Für die Tätigkeit als Polizeiamtsärztin bzw. Polizeiamtsarzt ist ein Ausbildungslehrgang des BMI zu absolvieren, in dem explizit auf die Aufgabenfelder eingegangen wird und der die Ärztinnen und Ärzte auf diese spezielle Arbeit vorbereiten soll. Auf dem Lehrplan stehen unter anderem allgemein rechtliche Vorträge, im speziellen Verkehrsrecht und Verkehrsmedizin, Forensik, Psychiatrie, Medizinrecht, Kriminalistik und einiges mehr.

Aufgaben

Ihr Aufgabenfeld ist äußerst vielfältig und betrifft alle medizinisch forensischen Bereiche, wie die Beurteilung von Körperschäden, Verletzungen von Bürgern, die im Zuge von Verwaltungsstrafverfahren begangen wurden, Untersuchungen nach dem Unterbringungsgesetz, Tatortarbeit im Zusammenwirken mit der Kriminalpolizei und den rechtskundigen Organen etc. Auch die Betreuung von Häftlingen im Polizeiarrest und die Beurteilung, ob jemand haftfähig oder zurechnungsfähig ist, gehören zu den Aufgaben der Polizeiamtsärzte.

Im Zuge ihrer Sachverständigentätigkeit werden sie auch bei Verkehrsdelikten zugezogen. Es ist an ihnen festzustellen, ob jemand derart durch Suchtgift oder suchtgifthaltige Medikamente beeinträchtigt ist, dass er nicht mehr in der Lage ist, sein Fahrzeug zu lenken. In diesem Zusammenhang kommt es gelegentlich vor, dass die untersuchenden Ärzte als Zeugen vor das Verwaltungsgericht geladen werden. Wenn es darum geht, den Alkoholisierungsgrad zum Lenkzeitpunkt zu berechnen, sind auch hier die Polizeiamtsärzte gefragt.

In den Landespolizeidirektionen sind die Polizeiamtsärzte auch Sachverständige nach dem Führerscheingesetz und entscheiden über die medizinische Eignung zum Lenken, ob Auflagen erteilt werden müssen oder Kontrollen im Befristungszeitraum notwendig sind. Einsatztaktik, Einsatzlogistik und Parteienverkehr gehören ebenso zu ihrem Alltag.

Kommentar

Aufgrund der steigenden Einsatzzahlen und um auch weiterhin die hohe Professionalität gewährleisten zu können, ist es notwendig, die personellen Ressourcen weiter auszubauen. Daher sucht das Innenministerium Ärztinnen und Ärzte, die sich dieser spannenden Tätigkeit widmen wollen.

Die Aufgaben der Polizeiamtsärzte sind vielseitig und abwechslungsreich, die Dienstplangestaltung ist flexibel.

Kontakt

Interessieren Sie sich für diesen Beruf, so kontaktieren Sie uns bitte unter:

Bundesministerium für Inneres,

Abteilung I/10 – Medizinische und Gesundheitsangelegenheiten,

Herrengasse 7, 1010 Wien,

E-Mail: BMI-I-10@bmi.gv.at,

Telefon: +43 1 53 126-3700.