27.03.2020 Update: Aktuelle Informationen betreffend Coronavirus (SARS-CoV-2)

27.03.2020

Anforderungen von Screeningtests durch niedergelassene Ärzte, Telefonische Beratungen in der Quarantäne, Härtefallfonds, Verständigung über positiv getestete Personen, Epidemieärzte

Wir erlauben uns, Sie wieder über Aktuelles zur Coronavirus (SARS-CoV-2) Krise zu informieren.

1.  Anforderungen von Screeningtests durch niedergelassene Ärzte:

Vor ein paar Tagen haben wir Ihnen mitgeteilt, dass wir mit der Leitstelle Tirol vereinbart haben, dass ab sofort niedergelassene Ärztinnen und Ärzte die Daten von Patienten mit einer entsprechenden Indikation zum Coronavirus Screening an folgende Emailadresse übermittelt werden können: corona(at)leitstelle.tirol. Die Leitstelle Tirol hat uns ersucht darauf hinzuweisen, dass die Daten möglichst vollständig an die angeführte Emailadresse gesendet werden sollen (Anforderung siehe Anhang). Zur Erklärung weisen wir darauf hin:
Stationäres Screening: Dies ist die „stationäre“ Straße, wo der Patient selbst mit dem PKW hinfahren soll –sofern ihm dies möglich ist.
Mobiles Screening: Das mobile Team kommt zum Patienten, wenn dieser keine Möglichkeit hat selbst zu fahren bzw. sich von einem im selben Haushalt befindlicher Person bringen zu lassen. Die Ergebnisse werden von der zuständigen Bezirkshauptmannschaft dem Patienten mitgeteilt.

2. Telefonische Beratungen in der Quarantäne:

Aus gegebenem Anlass dürfen wir festhalten, dass es rechtlich zulässig ist, wenn ein Arzt in Quarantäne telefonische Betreuungsleistungen erbringt. Das Epidemiegesetz sieht lediglich die Absonderung des Arztes vor, verbietet ihm aber natürlich nicht von der Wohnung aus beruflich zu telefonieren. Berufsrechtlich ist es nach dem Ärztegesetz prinzipiell zulässig, telemedizinische, insbesondere auch telefonische, Leistungen zu erbringen, wenn eine ordnungsgemäße Leistungserbringung ohne persönlichen Patientenkontakt möglich ist.

3. Härtefallfonds:

Wie bereits gestern mitgeteilt fallen auch Ärztinnen und Ärzte grundsätzlich unter die Bestimmungen des Härtefallfonds. Anträge können ab heute, 17:00 Uhr, bis zum 31.12.2020 über die Homepage der Wirtschaftskammer Österreich gestellt werden. Auf dieser Homepage finden sie auch die Voraussetzungen für eine Zahlung aus dem Härtefallfonds. Bei der Eingabe auf der Homepage der WKO ist die Eingabe der KUR (Kennziffer des Unternehmensregister) oder GLN (Global Location Number) erforderlich. Sollte jemand damit Probleme haben, schlagen wir vor mit der Beantragung zu warten, da die Ärztekammer bemüht ist, diese Vorgabe des Bundes zu ändern. Wir werden Sie über das Ergebnis informieren.

4. Verständigung über positiv getestete Personen:

Die Ärztekammer hat eine Gesetzesinitiative dahingehend eingeleitet, dass im Ärztegesetz rasch klargestellt wird, dass betroffene Ärzte über positiv getestete Personen von der Behörde unmittelbar informiert werden. Die Entscheidung dazu soll in der kommenden Sitzung des Nationalrates in der nächsten Woche erfolgen. Wir werden Sie über das Ergebnis umgehend informieren.

5. Epidemieärzte:

Bereits derzeit sind niedergelassene Ärzte und Wohnsitzärzte als sogenannte Epidemieärzte tätig. Das Land Tirol wird die bisher getroffenen Vereinbarung mit den Epidemiärzten dahingehend ändern, dass nunmehr nach einem Stundenhonorar abgerechnet wird und das mögliche Aufgabengebiet im Einvernehmen mit dem jeweiligen Arzt erweitert wird.  Das Land Tirol wird die betroffene Ärzte in den nächsten Tagen darüber informieren und um ihr Einverständnis ersuchen. Über die weiteren Abläufe (z.B. Meldung bei Interesse als Epidemiearzt tätig zu werden) werden wir Sie informieren.

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