22.03.2020 Update: Aktuelle Informationen betreffend Coronavirus (SARS-CoV-2) für Arztordinationen

22.03.2020

Schutzmaterial, Telefon-Triage-Fragebogen, Infektion SARS-CoV-2 bei Kindern, Aufbereitung von Schutzmaske, Mitteilung ÖGK-Tirol

Die erste Woche der verordneten Ausgangsbeschränkungen ist vorbei. Nachdem die Krankenhäuser die Ambulanzen auf einen Notbetrieb reduziert haben, lag und liegt die ambulante Patientenversorgung nahezu ausschließlich in Händen der niedergelassenen Ärzteschaft. Sie hat sich in dieser besonderen Herausforderung bestens bewährt. Ging es doch um die Aufrechterhaltung der Versorgung unter den erschwerten Bedingungen des notwendigen Infektionsschutzes von Patientinnen und Patienten aber auch des Selbstschutzes für sich selbst und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Arztpraxen.

Diese Leistungen wurden nicht nur von der Bevölkerung, sondern auch von der politischen Führung unseres Landes äußerst positiv wahrgenommen. Deshalb ersuchte mich Landeshauptmann Günter Platter Ihnen seinen Dank zu übermitteln. Dabei hob er besonders den Einsatz der Hausärztinnen und Hausärzte hervor, die eine landesweite wohnortnahe ärztliche Versorgung garantieren und beruhigend auf die durch die „Corona-Krise“ verunsicherte Bevölkerung wirken. Es sei ihm auch bewusst, dass die niedergelassene Ärzteschaft bei der Versorgung mit entsprechender Schutzausrüstung mit Priorität bedacht werden müsse. Der erste Materialnachschub, den das Land Tirol geordert hat, sollte bis Montag im Lande sein.

Wir erlauben uns Ihnen neue Informationen betreffend Coronavirus (SARS-CoV-2) mitzuteilen:

1.) Schutzmaterial: Die von den Ärztinnen und Ärzten gemeldeten Anforderungen an Schutzausrüstungen wurden in einer Datenbank erfasst und an jene Stelle beim Land Tirol übermittelt, die die Verteilung übernimmt. Die Verteilung sollte in der kommenden Woche beginnen. Wir werden Sie rechtzeitig über die geplante Auslieferung informieren.

2.) Vor einiger Zeit haben wir Ihnen einen „Telefon-Triage-Fragebogen" übermittelt, mit dem rasch festgestellt werden kann, ob ein Corona Verdachtsfall vorliegt oder nicht. Aufgrund der geänderten Voraussetzungen in Tirol, ersuchen wir Sie an Stelle diese Behelfs nur mehr den Fragebogen der Leitstelle Tirol, der auch ständig den aktuellen Gegebenheiten angepasst wird, zu verwenden:  https://corona.leitstelle.tirol/  

3.) VP OA Dr. Klaus Kapelari hat sich mit der Risikoeinschätzung für eine Infektion mit dem SARS-CoV-2 bei Kindern beschäftigt.  In der Anlage übermitteln wir Ihnen eine von ihm erstellte Unterlage zu Fragen bei Kindern bzw. deren Eltern zur Feststellung eines erhöhten Risikos für eine Corona-Infektion.

4.) Aufbereitung von Schutzmasken: Die Direktorin des Departments für Hygiene und Medizinische Mikrobiologie der Medizinischen Universität Innsbruck, Frau Univ.-Prof.in Dr.in Cornelia Lass-Flörl hat uns ersucht Sie auf die Stellungnahme des Fachausschusses für Prüfwesen der Österreichischen Gesellschaft für Sterilgutversorgung (ÖGSV) zur Aufbereitung von Einmalschutzmasken in der Coronakrise hinzuweisen:  https://oegsv.com/wp/wp-content/uploads/Stellungnahme-Aufbereitung-von-Einmalmasken_2.pdf

5.) Die ÖGK-Tirol ersucht uns Ihnen mitzuteilen:

  • Der 1-Monatsbedarf für Verbandsstoffe, die in der Apotheke bezogen werden, ist für die Zeit der Pandemie bewilligungsfrei.
  • Bei neuen Krankmeldungen bzw. der Verlängerung von Krankenständen werden die Ärztinnen und Ärzte ersucht, nach Möglichkeit ein "Ende-Datum" einzutragen. Das erspart dem kontrollärztlichen Dienst die manuelle Nachbearbeitung der Krankmeldungen und verkürzt den Patientinnen und Patienten die Zeit bis zur Auszahlung des Krankengeldes.
  • Pro - ordinatione - Anforderungen, können schneller bearbeitet und zugestellt werden, wenn sie keine Schutzausrüstung beinhalten, da diese derzeit nicht verfügbar ist.
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