19.04.2020 Update: Aktuelle Informationen betreffend Coronavirus (SARS-CoV-2)

19.04.2020

Schutzmaßnahmen Ordination, Umgang mit Impfungen, Covid-Prognose-Konsortium

Aufgrund des erfreulichen Rückgangs der Neuinfektionen am Coronavirus SARS-CoV-2 wird österreichweit der Versuch gewagt, das im letzten Monat auf einen reinen Notbetrieb eingeschränkte Angebot der Arztpraxen schrittweise zu lockern.

Ihre konsequente Bereitschaft nicht dringliche Behandlungen, Kontroll-, Vorsorge- und Nachsorgeuntersuchungen zu verschieben, haben wesentlich dazu beigetragen, die Infektionsketten zu unterbrechen, sich selbst und das Praxispersonal aber auch ihre Patientinnen und Patienten vor Ansteckung zu schützen.

Diesen Erfolg dürfen wir nicht gefährden. Deshalb ist es nach wie vor unumgänglich, die bisher erfolgreiche Strategie zum Infektionsschutz in den Praxen aufrecht zu erhalten. Schließlich ist allein schon eine höhere Patientenfrequenz für sich ein Risikofaktor, den es durch konsequentes Einhalten von Schutzmaßnahmen auszugleichen gilt.

Solche Maßnahmen sind:

Telefonischer Erstkontakt mit Patientinnen und Patienten. Damit kann abgeklärt werden, ob eine Behandlung dringlich oder aufschiebbar ist und ob sich die Behandlung auch ohne Aufsuchen der Ordinationsräume, etwa telefonisch oder im Rahmen einer Videosprechstunde, durchführen lässt. Im Telefonkontakt muss auch geklärt werden, ob Symptome einer COVID-19-Erkrankung vorliegen. Im Verdachtsfall gilt es die Patientinnen und Patienten aufzufordern zuhause zu bleiben und selbst über die Telefon-Hotline 1450 eine Abklärung zu veranlassen.

In den Praxen ist es notwendig Abstand zu halten, Menschenansammlungen - auch schon in kleinen Gruppen - zu vermeiden und Mund-Nasenschutz zu tragen. Halten Sie deshalb alle organisatorischen Maßnahmen zu Schutz vor Infektionen weiterhin aufrecht und werden Sie nicht müde, Ihre Patientinnen und Patienten darin aufzuklären:

  • Nur nach telefonischer Voranmeldung und Terminvereinbarung eine Arztpraxis aufsuchen,
  • die Termine pünktlich einhalten, damit nur wenige Patienten zeitgleich in einer Praxis sind,
  • beim Eintritt in die Praxis Mundschutz tragen,
  • den Anordnungen der Praxismitarbeiterinnen, etwa zur Händedesinfektion oder zur Absonderung von anderen Patientinnen und Patienten folgen,
  • Möglichkeiten von telefonischer Beratung und Videosprechstunden zu nutzen,
  • Personen mit erhöhtem Risiko aufgrund von Alter oder Vorerkrankungen müssen sich besonders schützen.

Unter Einhaltung dieser Prämissen sollte es gelingen, dass sich der positive Trend, den die Infektionszahlen zeigen, fortsetzt und der Einsatz, den Sie, wie auch die gesamte Tiroler Bevölkerung in den letzten Wochen erbracht haben, nicht umsonst war.

Weitere Informationen im Zusammenhang mit der COVID-19 Erkrankung:

Umgang mit Impfungen während der COVID-19-Pandemie:
In der Anlage übermitteln wir die Stellungnahme des Bundesministeriums zum Umgang mit Impfungen während der COVID-19-Pandemie.

Covid-Prognose-Konsortium:
Das Covid-Prognose-Konsortium, bestehend aus Experten der Technischen Universität Wien/DEXHELPP/dwh GmbH, der Medizinischen Universität Wien/Complexity Science Hub Vienna (CSH) und der Gesundheit Österreich GmbH erstellt wöchentlich konsolidierte Kurzfristprognosen zum Verlauf der an COVID-19 erkrankten Personen in Österreich sowie zu den aktuell verfügbaren Kapazitäten im Spitalsbereich:
https://www.sozialministerium.at/Corona/Coronavirus/COVID-Prognose-Konsortium-2022.html

zurück