16.03.2020: Empfehlung zur Vorgangsweise für FachärztInnen für Gynäkologie und Geburtshilfe in den Praxen

16.03.2020

Auflistung der Empfehlungen für gynäkologische Praxen

Es ist zu erwarten, dass die Ressourcen der Krankenhäuser im Laufe der nächsten Wochen zunehmend für an COVID-19 erkrankte PatientInnen benötigt werden. Außerdem ist davon auszugehen, dass es wiederholt zu Krankenständen von Kolleginnen und Kollegen sowie zu zumindest vorübergehenden Schließungen von Ordinationen kommen wird. Ziel muss eine maximale Entlastung der Krankenhäuser durch den niedergelassenen Bereich sein. Nicht unbedingt jetzt nötige soziale Kontakte sind zu reduzieren. Aus diesem Grund rät die Fachgruppe für Gynäkologie und Geburtshilfe zu folgendem Vorgehen in den Praxen:

  1. Sämtliche Vorsorgeuntersuchungen und Routinekontrollen sind derzeit abzusagen.
  2. Routineschwangerenkontrollen, auch im Rahmen des Mutter-Kind-Passes sind auszusetzen, ebenso der OGTT.
  3. Patientinnen müssen sich auf jeden Fall telefonisch anmelden. Was telefonisch erledigt werden kann, muss auf diesem Weg geschehen und kann auch verrechnet werden.
  4. Untersuchungen bei akuten Beschwerden und Ringwechsel können weiterhin durchgeführt werden.
  5. Zur Entlastung der Spitäler müssen Schwangere mit Beschwerden nach telefonischer Voranmeldung so lange wie möglich in den Praxen betreut werden. Unbedingt notwendige Untersuchungen in der Schwangerenbetreuung sind weiter durchzuführen.
  6. Die Termineinteilung in den Praxen muss so gestaltet werden, dass sich immer nur eine Person im Wartebereich aufhält.
  7. Begleitpersonen, insbesondere Kinder, sind nicht zugelassen.
  8. DolmetscherInnen müssen telefonisch konsultiert werden.

Durch diese Maßnahmen hoffen wir, unseren Beitrag zur möglichst geringen Weiterverbreitung des Coronavirus unter gleichzeitiger Erfüllung unseres Versorgungsauftrages zu leisten.

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