01.07.2021 Update: Aktuelle Informationen betreffend Coronavirus (SARS-CoV-2)

01.07.2021

Aufhebung der telefonischen Krankschreibung ab 01.07.2021; Ergänzung zur 2. COVID-19-Öffnungsverordnung; Abrechnung von Ausdrucken aus dem eImpfpass und von Impfzertifikaten für Kassenärztinnen und -ärzte sowie Wahlärztinnen und -ärzte; Durchführung von COVID-19-Antigentests bei asymptomatischen Personen (gilt nicht für Hausapotheken); Durchführung von COVID-19-Antigentests bei symptomatischen Personen

Wir erlauben uns Ihnen wieder Informationen im Zusammenhang mit der COVID-19 Erkrankung zu übermitteln:

Aufhebung der telefonischen Krankschreibung ab 01.07.2021:
Aufgrund der aktuellen Entwicklungen sieht die ÖGK zum jetzigen Zeitpunkt von einer Verlängerung der telefonischen Krankschreibung ab.
Die Regelungen der Arbeitsunfähigkeitsmeldungen auf Basis einer telemedizinischen Konsultation bei COVID-19-Verdachtsfällen bleibt weiterhin aufrecht.  

Ergänzung zur 2. COVID-19-Öffnungsverordnung (siehe gestriges Rundschreiben):
Als Nachweis einer geringen epidemiologischen Gefahr gilt u. a. die Impfung. Während der Gültigkeitszeitraum des Impfnachweises bei COVID-19-Impfungen mit 2 Impfungen mit bisher maximal 270 Tagen (9 Monaten) nach der Erstimpfung festgelegt war, wurde der neue Gültigkeitszeitraum auf maximal 270 Tage (9 Monate) nach der Zweitimpfung ausgedehnt.

Abrechnung von Ausdrucken aus dem eImpfpass und von Impfzertifikaten für Kassenärztinnen und -ärzte sowie Wahlärztinnen und -ärzte:
Wie im Rundschreiben vom 31.05.2021 informiert, kann für Ausdrucke aus dem elektronischen Impfpass bzw. die Ausstellung von Impfzertifikaten (welche von der Ärzteschaft auf freiwilliger Basis ausgehändigt werden können) rückwirkend ab 19.05.2021 mit den Sozialversicherungsträgern ein Honorar von € 3 verrechnet werden. Die Verordnung mit den näheren Bestimmungen zur Abrechenbarkeit liegt nun vor.
Das Honorar gebührt nur dann, wenn am selben Tag vom Versicherten keine Leistung aus der gesetzlichen Krankenversicherung in Anspruch genommen wurde, wobei wir davon ausgehen, dass eine kurative Leistung gemeint ist (und nicht beispielsweise eine COVID-19-Impfung).
Auszudrucken ist jeweils nur das aktuellste Dokument (in der Reihenfolge: Impfzertifikat 2. Impfung; falls diese noch nicht erfolgt ist, das Impfzertifikat der 1. Impfung). Für die Nachverrechnung ab 19.05.2021 zählen selbstverständlich auch die Ausdrucke aus dem eImpfpass (da noch keine Verfügbarkeit der Impfzertifikate gegeben war).
Die Abrechenbarkeit ist mit einmal pro Monat je Versichertem begrenzt.
Die dafür vorgesehenen Leistungspositionen wurden von den Kassen noch nicht final festgelegt. Die Abrechnungsmöglichkeit für Wahlärztinnen und -ärzte ist ebenfalls noch in Abklärung.
Die Verordnung finden Sie HIER.

Durchführung von COVID-19-Antigentests bei asymptomatischenPersonen (gilt nicht für Hausapotheken):

  • Ende der Aktion „Tirol testet“ für Kassenärztinnen und -ärzte:
    Wie Sie bereits mit Schreiben von Landesrätin Mag. Leja vom 22.06.2021 erfahren haben, können Kassenärztinnen und -ärzte ab 01.07.2021 COVID-19-Antigentests bei asymptomatischen Personen nicht mehr über die Aktion „Tirol testet“ abrechnen.
    Die gesetzliche Grundlage mit der die im niedergelassenen Bereich tätigen Vertragsärztinnen und -ärzte über den Krankenversicherungsträger abrechnen können, ist mit heutigem Tag (01.07.2021) in Kraft getreten. Der Krankenversicherungsträger hat der Ärztin/dem Arzt für die Durchführung eines COVID-19-Tests inkl. Probenentnahme und Material, Auswertung, Dokumentation sowie Ausstellung eines Ergebnisnachweises ein pauschales Honorar in Höhe von € 25 zu bezahlen. Zuzahlungen der zu testenden Personen sind unzulässig. Die dafür vorgesehene Leistungsposition wurde von den Kassen noch nicht final festgelegt. Bis zur Einführung der Leistungsposition empfehlen wir Ihnen, die getesteten Personen (mit SVNR) auf einer Liste zu erfassen, damit diese dann nachgetragen werden können.
    Eine weitere Voraussetzung für die Abrechenbarkeit ist eine elektronische Meldung. Sobald die technischen Voraussetzungen für eine elektronische Meldung gegeben sind (EU weit gültiges Testzertifikat mit QR-Code) und die Leistungsposition geschaffen wurde, werden wir umgehend informieren.
  • Abrechnung über „Tirol testet“ für Wahlärztinnen und -ärzte:
    Wahlärztinnen und -ärzte können weiterhin – wenn sie sich bei der Aktion „Tirol testet“ angemeldet haben –  die COVID-19-Antigentests bei asymptomatischen Personen über die Aktion „Tirol testet“ abrechnen. Ab 01.07.2021 werden pro Test € 20 ausbezahlt. Nach derzeitigem Informationsstand können die Antigentests weiterhin kostenlos vom Land bezogen werden.

Durchführung von COVID-19-Antigentests bei symptomatischenPersonen:
Die Verordnung betreffend nähere Bestimmungen über die Durchführung von COVID-19-Tests im niedergelassenen Bereich wurde novelliert und tritt mit 01.07.2021 in Kraft. Wie bisher können Testungen bei symptomatischen Personen nur Vertragsärztinnen und -ärzte mit dem Krankenversicherungsträger abrechnen. Neu ist die zwingende Vornahme eines PCR-Tests nach Vorliegen eines positiven Antigentests.
Die bisherige Honorarstaffelung (von € 65 bis € 35) fällt weg und es werden für das Material, die Probenentnahmen, die Auswertung eines Antigentests, die dazugehörige Dokumentation sowie das therapeutische Gespräch insgesamt € 25 bezahlt. Die Durchführung eines Antigentests sowie die zusätzliche Probenentnahme für einen allenfalls erforderlichen PCR-Test zählt dabei insgesamt als eine Testung. Für die laboranalytische Auswertung eines PCR-Tests werden anstelle € 60 ab 01.07.2021 € 50 bezahlt.
Wahlärztinnen und -ärzte müssen – wie bisher – eine Privathonorarnote stellen, wobei hier keine Rückvergütung durch den Krankenversicherungsträger erfolgt.
Die Änderungen der Verordnung finden Sie HIER.

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