ÄRZTE ANGESTELLT

Krankenhaus und Mutterschutz

 

Tägliche Arbeitszeit

Die tägliche Arbeitszeit werdender und stillender Mütter darf neun Stunden nicht überschreiten. Das bedeutet, dass die Bestimmungen des Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetzes über die Tagesarbeitszeit für diese Personengruppe keine Gültigkeit haben.


Wöchentliche Arbeitszeit


Die wöchentliche Arbeitszeit werdender und stillender Mütter darf 40 Stunden nicht übersteigen.


Überstunden


Dies bedeutet, dass werdende und stillende Mütter keine Überstunden leisten dürfen.


Verbot der Nachtarbeit

Frauen dürfen während ihrer Schwangerschaft und für einen gewissen Zeitraum nach der Entbindung nicht zur Nachtarbeit verpflichtet werden. Grundsätzlich dürfen werdende und stillende Mütter zwischen 20 und 6 Uhr nicht beschäftigt werden. In Kranken-, Heil-, Pflege- oder Wohlfahrtsanstalten dürfen sie bis 22 Uhr beschäftigt werden, wenn im Anschluss an die Nachtarbeit eine ununterbrochene Ruhezeit von mindestens elf Stunden gewährt wird.


Befristete Dienstverhältnisse


Bei befristeten Dienstverhältnissen, die während der Zeiten des Mutterschutzes enden, ist zu unterscheiden, ob die Befristung sachlich gerechtfertigt ist oder nicht.
Eine sachliche Rechtfertigung liegt dann vor, wenn dies im Interesse der Dienstnehmerin liegt oder wenn das Dienstverhältnis für die Dauer der Vertretung an der Arbeitsleistung verhinderter Dienstnehmer, zu Ausbildungszwecken, für die Zeit der Saison oder zur Erprobung abgeschlossen wurde.
Ist die vereinbarte Befristung sachlich gerechtfertigt, endet das Dienstverhältnis – ohne Sonderschutz des Mutterschutzgesetzes – zum vereinbarten Termin.
Ist die vereinbarte Befristung sachlich nicht gerechtfertigt, endet das Dienstverhältnis nicht mit dem Ablauf der vereinbarten Frist, sondern bleibt bis zum Beginn des Beschäftigungsverbotes (8-Wochen-Frist) aufrecht. In diesen Fällen tritt somit eine Hemmung des Fristablaufes ein.