Aktuelles

Osteoporose-Tag: Österreich an der Spitze bei Oberschenkelhalsbrüchen

Österreichische Ärztekammer: Osteoporose-Risiko auch bei Diabetes, COPD und anderen „Volkskrankheiten" ernst nehmen

 

„Stellen Sie sich vor, alle Einwohner der niederösterreichischen Stadt Tulln liegen im Spital. Das entspräche den rund 16.000 Österreicherinnen und Österreichern über 50, die jährlich wegen eines durch Osteoporose verursachten Oberschenkelhalsbruchs ins Spital müssen", sagte der Präsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), Thomas Szekeres, am Mittwoch in einer Aussendung anlässlich des Welt-Osteoporose-Tags am 20. Oktober. Bundesweit sei rund eine halbe Million Menschen betroffen. Mit einer neuen Osteoporose-Leitlinie wolle man nun mithelfen, dass aktuelle medizinische Forschungsergebnisse rasch bei Ärzten und Patienten ankommen.

Grundsätzlich zählten Frauen über 50 zur größten Osteoporose-Risikogruppe. Mittlerweile habe die Forschung jedoch belegt, dass eine so genannte „sekundäre Osteoporose" sehr oft auch mit weit verbreiteten Krankheiten wie z.B. Diabetes mellitus, COPD oder anderen chronisch-entzündlichen Erkrankungen einhergeht. „In diesen Fällen spielen Alter und Geschlecht keine Rolle. Das haben gerade auch wir Hausärztinnen und Hausärzte im Visier und vermitteln das auch unseren Patienten", betonte der Leiter der Bundessektion Allgemeinmedizin der ÖÄK, Edgar Wutscher. Außerdem sehe man in der Praxis auch immer öfter jüngere Osteoporose-Patienten, insbesondere Personen mit Essstörungen, Unter- wie auch Übergewichtige.

„Der Knochen ist ein eigenes Organsystem und Osteoporose ist die häufigste Erkrankung dieses Systems", betonte der Vertreter der österreichischen Allgemeinmediziner. Das Problem sei, dass Osteoporose keine Schmerzen verursache, solange es nicht zum Knochenbruch kommt. Daher bleibe die Erkrankung oft lange unentdeckt, so Wutscher. Bei den Oberschenkelhalsbrüchen liege Österreich neben Dänemark und Schweden im weltweiten Spitzenfeld. Besonders „bruchgefährdet" seien weiters die Bereiche Wirbelsäule, Arme und Schambein.

ÖÄK-Präsident Thomas Szekeres betonte: „Wenn die Diagnose Osteoporose feststeht, sollte gerade auch bei Patienten mit anderen chronischen Erkrankungen die Therapie der Osteoporose nicht vernachlässigt werden. Denn bei vielen, v. a. älteren, Patienten setzt mit einem Knochenbruch und den oft langen und wiederholten Spitalsaufenthalten eine richtige Abwärtsspirale ein." Es gebe mittlerweile sehr effiziente Therapien, die noch dazu vergleichsweise wenig Aufwand bzw. Kosten verursachten, so der ÖÄK-Präsident.

Alle neuen Erkenntnisse fänden Ärztinnen und Ärzte in der Osteoporose-Leitlinie, die die Österreichische Ärztekammer nun im Rahmen der Initiative „Arznei & Vernunft" gemeinsam mit dem Hauptverband, der Österreichischen Apothekerkammer und der Pharmig herausgebracht habe. Für Betroffene gebe es zudem eine Patientenbroschüre mit wichtigen Infos, von der Vorbeugung bis zur Behandlung. Erhältlich ist die Broschüre unter anderem in Arztpraxen und auf www.arzneiundvernunft.at.

 

Infos:

Osteoporose-Leitlinie für Ärzte sowie Patientenbroschüre zum kostenlosen Download unter http://www.arzneiundvernunft.at > Thema

 

Die Initiative „Arznei & Vernunft" ist ein gemeinsames Projekt von Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, Pharmig, Österreichischer Ärztekammer und Österreichischer Apothekerkammer. (ar/bs)


Veranstaltungen

19
Feb

Interprofessioneller Basislehrgang Palliative Care 2017/18 - Block 5

Haus Marillac Sennstraße 3 6020 Innsbruck Österreich
Tiroler Fortbildungen
Titel:
Interprofessioneller Basislehrgang Palliative Care 2017/18 - Block 5
Beginn:
19.02.2018
Ende:
22.02.2018
Ort:
Haus Marillac Sennstraße 3 6020 Innsbruck Österreich
Fortbildungs-ID:
554874
Paragraph 40 Fortbildung:
Nein
Beschreibung:

Auseinandersetzung mit den Grundlagen und Kernthemen von Palliative Care und Hospizarbeit: Palliative Care wird als Haltung von Personen und als Kultur von Organisationen verstanden. Der Unterricht ist praxisbezogen und vermittelt fachliche Kompetenz. Zugleich erhält die interprofessionelle Lerngruppe Gelegenheit, die eigenen Erfahrungen bzw. Berufsrollen in der Versorgung von schwer kranken und sterbenden Menschen zu reflektieren und zu vertiefen.

 

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20
Feb

Interprofessioneller Basislehrgang Palliative Care 2017/18 - Block 5

Haus Marillac Sennstraße 3 6020 Innsbruck Österreich
Tiroler Fortbildungen
Titel:
Interprofessioneller Basislehrgang Palliative Care 2017/18 - Block 5
Beginn:
19.02.2018
Ende:
22.02.2018
Ort:
Haus Marillac Sennstraße 3 6020 Innsbruck Österreich
Fortbildungs-ID:
554874
Paragraph 40 Fortbildung:
Nein
Beschreibung:

Auseinandersetzung mit den Grundlagen und Kernthemen von Palliative Care und Hospizarbeit: Palliative Care wird als Haltung von Personen und als Kultur von Organisationen verstanden. Der Unterricht ist praxisbezogen und vermittelt fachliche Kompetenz. Zugleich erhält die interprofessionelle Lerngruppe Gelegenheit, die eigenen Erfahrungen bzw. Berufsrollen in der Versorgung von schwer kranken und sterbenden Menschen zu reflektieren und zu vertiefen.

 

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18:00

Neues in der Diabetestherapie Hämorrhoiden

Sporthotel Igls 6080 Innsbruck Österreich
Tiroler Fortbildungen
Titel:
Neues in der Diabetestherapie Hämorrhoiden
Beginn:
20.02.2018
Ende:
20.02.2018
Ort:
Sporthotel Igls 6080 Innsbruck Österreich
Fortbildungs-ID:
604574
Paragraph 40 Fortbildung:
Nein
Beschreibung:

Diabetes, Hämorrhoiden

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19:00

Qualitätszirkel Herzinsuffizienz - Herzmobil

Hotel Grauer Bär 6020 Innsbruck Österreich
Tiroler Fortbildungen
Titel:
Qualitätszirkel Herzinsuffizienz - Herzmobil
Beginn:
20.02.2018
Ende:
20.02.2018
Ort:
Hotel Grauer Bär 6020 Innsbruck Österreich
Fortbildungs-ID:
606237
Paragraph 40 Fortbildung:
Nein
Beschreibung:

Herzmobil

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19:30

"Osteoporose - Diagnose und Therapie"

Raststätte Trofana Tyrol 6493 Mils b. Imst Österreich
Tiroler Fortbildungen
Titel:
"Osteoporose - Diagnose und Therapie"
Beginn:
20.02.2018
Ende:
20.02.2018
Ort:
Raststätte Trofana Tyrol 6493 Mils b. Imst Österreich
Fortbildungs-ID:
601100
Paragraph 40 Fortbildung:
Nein
Beschreibung:

"Osteoporose - Diagnose und Therapie"

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19:30

Wiedereingliederungsteilzeit - Grundlagen und erste Erfahrung

Ärztekammer für Tirol Anichstraße 7 6020 Innsbruck Österreich
Tiroler Fortbildungen
Titel:
Wiedereingliederungsteilzeit - Grundlagen und erste Erfahrung
Beginn:
20.02.2018
Ende:
20.02.2018
Ort:
Ärztekammer für Tirol Anichstraße 7 6020 Innsbruck Österreich
Fortbildungs-ID:
603167
Paragraph 40 Fortbildung:
Nein
Beschreibung:
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20:00

Die lumbale Bandscheibendegeneration aus neurochirurgischer Sicht

BKH Kufstein Endach 27 6330 Kufstein Österreich
Tiroler Fortbildungen
Titel:
Die lumbale Bandscheibendegeneration aus neurochirurgischer Sicht
Beginn:
20.02.2018
Ende:
20.02.2018
Ort:
BKH Kufstein Endach 27 6330 Kufstein Österreich
Fortbildungs-ID:
604299
Paragraph 40 Fortbildung:
Nein
Beschreibung:

Update neurochir Therapiemöglichkeiten in der LWS

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