e-Medikation

E-Medikation in Tirol - Start der ersten ELGA-Anwendung im niedergelassenen Bereich

Mit 15.12.2017 wurde die ELGA-Verordnungsnovelle 2017 kundgemacht. Die Verordnung regelt unter Berücksichtigung eines Roll-out-Plans die Speicherverpflichtung

der e-Medikation für die niedergelassenen Vertragsärzte. Mit der e-Medikation soll dem Arzt sodann ein Tool zur Verfügung stehen, mit dem der Medikationsverlauf nachvollziehbar wird.

 

Ab wann sind die Medikationsdaten zu speichern?

  • ab dem 27. September 2018 in den politischen Bezirken Lienz, Kitzbühel, Kufstein und Schwaz
  • ab dem 18. Oktober 2018 in den politischen Bezirken Imst, Innsbruck, Innsbruck-Land, Landeck und Reutte

 

Von wem sind die Medikationsdaten zu speichern?

  • Apotheken und sofern sie in einem Vertragsverhältnis zu einem Träger der gesetzlichen Sozialversicherung stehen
  • freiberuflich tätige Ärzte
  • Gruppenpraxen
  • selbstständige Ambulatorien deren Leistungsspektrum Aufgaben der ärztlichen Berufe umfasst.

 

Wer ist von der Verpflichtung zur Speicherung ausgenommen?

Die Übergangsfristen sehen vor, dass jene Vertragsärzte von der Speicherverpflichtung ausgenommen sind, die das 66. Lebensjahr erreicht haben. Weiters sind jene Vertragsärzte ausgenommen, welche das 60. Lebensjahr erreicht haben und sich schriftlich gegenüber dem Krankenversicherungsträger verpflichten haben, ihren Einzelvertrag innerhalb eines Jahres ab der Speicherverpflichtung zurückzulegen und dies auch tatsächlich tun.

 

Gibt es eine Förderung?

Alle Ärzte, die an der e-Medikation teilnehmen, erhalten vom Gesundheitsministerium eine einmalige Anschubfinanzierung von € 1.314,- für die Implementierung des E-Medikationsmoduls in ihre Praxissoftware.  Vertragsärzte mit einem kurativen Einzelvertrag zu einer Gebietskrankenkasse, die e-Medikation integriert über eine Vertragspartnersoftware tatsächlich verwenden, erhalten als Zuschuss zu den EDV-Wartungskosten einen Betrag von € 20,- pro Monat.

 

Können auch Wahlärzte an der e-Medikation teilnehmen?

Wahlärzte mit einer e-Card-Infrastruktur können an der e-Medikation ebenfalls teilnehmen. Die Bundesförderung für die Anschubfinanzierung in Höhe von € 1.314,- kann auch von Wahlärzten beantragt werden. Die monatliche Unterstützung zu den EDV-Wartungskosten in Höhe von € 20,- bei Wahlärztinnen und Wahlärzten mit BVA-, VAEB- oder SVA-Vertrag wird noch auf Bundesebene geklärt.

 

Informationsveranstaltungen:

Um Ihnen zum Start von ELGA (e-Medikation) die größtmögliche Unterstützung zu bieten, werden in jeder Einführungsregion von der SVC bzw. TGKK Informationsveranstaltungen angeboten.

Termine:

Mi 29.8.2018 für die Bezirke Kufstein, Kitzbühel, Schwaz  - wahrscheinlich in der Aula des BRG Wörgl

Do 30.8.2018 für den Bezirk Lienz bei der Arbeiterkammer Lienz

Di 11.9.2018 für die Bezirke Innsbruck und Innsbruck Land im Hotel Grauer Bär

Mi 12.9.2018 für die Bezirke Landeck, Imst, Reutte bei der Wirtschaftskammer Imst

Voraussichtlicher Beginn ist jeweils 20:15 Uhr.

 

Bei diesen Veranstaltungen werden interessierte Ärzte von der SVC bzw. TGKK über die Details von ELGA/e-Medikation informiert und allfällige Fragen beantwortet.

 

Folder, Plakate:

Zur Unterstützung erhalten Sie Folder und Plakate für allfällige Fragen von Patientinnen und Patienten, zeitnah zum Roll-out-Termin in Ihrem Bezirk von den Sozialversicherungsträgern.

 

Weitere Infos:

Weitere Informationen finden Sie auch im Internet unter www.chipkarte.at/e-medikation/GDA sowie unter https://www.elga.gv.at/gda/elga-im-niedergelassenen-bereich/index.html

Dort finden Sie auch einen Link zu einem e-Learning Tool.

Fragen zur konkreten Handhabung Ihrer Software richten Sie bitte direkt an Ihren Software-Hersteller. Bei Fragen zu ELGA bzw. im Falle von technischen Problemen steht Ihnen die ELGA-Serviceline telefonisch unter 050 124 44 22 bzw. per Mail unter support@elga-serviceline.at zur Verfügung.